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Viele Besucher beim Seifenkistenrennen der Jungschützen

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Viele Besucher beim Seifenkistenrennen der Jungschützen

Am Samstag, 01.09.2018, war es endlich soweit:

Die Idee aus dem Sommer 2017 wurde Realität! Nach 9 Jahren rasten wieder Seifenkisten vom Broksberg ins Tal. Bevor diese Idee Wirklichkeit werden konnte,  waren Genehmigungen  einzuholen, Auflagen zu beachten, über 2 Km Kabel zur Zeitmessung zu verlegen und über 400 Strohballen zur Absicherung der 1,5 km langen Strecke am Streckenrand auszulegen. Mehr als 60 ehrenamtliche Helfer auch aus anderen Vereinen unterstützten die Jungschützen bei der Vorbereitung der Strecke und des Veranstaltungsgeländes.

Ziel der Veranstaltung war, eine Kombination aus Rennsport, Ausbau freundschaftlicher Verbindungen zu den Jungschützen anderer Bruderschaften, Unterhaltung und ein generationsübergreifendes Treffen im Zieleinlauf bei humanen Verzehr-Preisen anzubieten. Der große Zuschauer-Zuspruch gab den Organisatoren Recht: Die Mischung stimmte und bei herrlichem Sonnenschein gelang eine toll organisierte Veranstaltung! 

Neben tagelangen Aufbauarbeiten waren Technik-Tests und vieles mehr erforderlich, bevor am Samstag ab 11:00 Uhr das freie Training startete. Bereits bei Training konnte man erkennen, mit welchem Ideenreichtum und welcher Liebe zum Detail die Mannschaften ihre Renner geplant, konstruiert und lackiert hatten. Die Vielfältigkeit der Seifenkisten-Bauten ließ die Erwartung steigen: welche Technik, Karosserie, Brems- und Fahrwerkanlage würde am Ende des Tags siegen.

Um das Wichtigste vorwegzunehmen: alle Teams beendeten ohne Unfälle oder Blessuren den Renntag.

Die Belastung in den Kurven des Broksbergs setzte den Unikaten mächtig zu. Zwischen den Rennen war Schrauber-Kunst gefragt, um einzelne Seifenkisten weiter im Rennen  zu halten. Einzelne kurzfristige Ausfälle durch technische Defekte konnten jedoch nicht vermieden werden.

Um 14:00 Uhr gingen 11 Teams aus Altenbeken, Buke, Bühne (Warburger Land), Dahl, Dringenberg und Schwaney in drei Kategorien an den Start: U 18, Ü 18 und Damen-Teams.

Folgende Teams traten an:

  • Jungschützen Altenbeken                           
  • Buke Racing Team         
  • Kamikaze Bühne                                       
  • Jungschützen Dahl
  • Jungschützen Dringenberg                         
  • Team West( Westkompanie)   
  • Ostkompanie                                             
  • Team Phönix
  • Wernersens                                             
  • OsCar–Racing-Team.
  • Jungschützen Schwaney

Nun hieß es: Wer setzt sich in den einzelnen Gruppen durch? Umgebaute Badewanne, Aufsitzrasenmäher, Kunstharz- oder Sperrholz-Chassis, Eigenentwicklungen ohne Verkleidung, unterschiedliche Radgrößen aus Noträdern, Vollgummireifen, Speichenräder, Reifen vom Aufsitzrasenmäher oder die aerodynamischen Teile machten die Prognose schwer.

In der U 18-Gruppe gingen 6 Mannschaften an den Start. Der Start erfolgte von der eigens für das Rennen konstruierten Rampe, die gleichzeitig die Zeitmessung auslöste. Den  Sieg sicherten sich die Jungschützen Schwaney vor dem Buke Racing Team und den Jungschützen aus Dahl.

  1. Jungschützen Schwaney (Marc Wetter und Raphael Schweigart) - 1:44:74 Minuten
  2. Buke Racing Team (Stefan Bussmann und Marvin Block) - 1:58:84 Minuten
  3. Jungschützen Dahl (Johannes Kismann und Henrik Knivel) - 1:58:91 Minuten

Um 15:00 Uhr startete die Ü 18-Gruppe. 29 Mannschaften suchten das Abenteuer und jagten mit Geschwindigkeiten von um die 70 km/h  ins Tal. Dabei kam es nicht allein auf die Höchstgeschwindigkeit an. Wichtig war, die Kurven sauber zu fahren, um genügend Schwung für die lange und teilweise leicht ansteigende Ziergerade mitzunehmen. Die Mischung aus Fahrstil und Bremsverhalten entschied letztlich über Sieg und Niederlage. Hohe Geschwindigkeiten, die zum Ausbrechen der Hinterräder oder zur Vollbremsung führten, machten spätestens an der letzten Kurve vor der Zielgeraden die Aussicht auf eine gute Platzierung zunichte.

Unangefochten setzen sich hier die Mannschaften von Kamikaze Bühne durch und belegten die ersten drei Plätze in dieser Klasse!

  1. Kamikaze Bühne (Steffen Rose und Marius Klare) - 1:32:06 Minuten
  2. Kamikaze Bühne (Leon Erkel und Jan Ischen) - 1:36:09 Minuten
  3. Kamikaze Bühne (Tim Deneke und Felix Timmermann) - 1:38:63 Minuten

Das Team West (Matthias Fieseler und Thorsten Rustemeier) landete denkbar knapp auf dem undankbaren 4. Platz mit 1:38:70 Minuten.

Pünktlich um 17:25 Uhr starteten die 14 gemeldeten Damen-Mannschaften im 5-Minuten-Abstand tollkühn von der Rampe und machten sich auf die Suche nach der Ideallinie. Auch hier setzte sich Kamikaze Bühne durch und gewann vor den beiden Mannschaften der Jungschützen Schwaney.

  1. Kamikaze Bühne (Ronja Rautenberg und Anna Lena Hengst) - 1:41:06 Minuten
  2. Jungschützen Schwaney (Lea Lichte und Alice Striewe) - 1:42:59 Minuten
  3. Jungschützen Schwaney (Laurine Stiewe und Nora Ringeisen) - 1:43:00 Minuten

Gekonnt führte das Karneval erprobte Duo Elmar Rüther und Jonas Leineweber durch die Veranstaltung. Technische Hinweise, Zusammensetzung der Teams mit launigen  Hintergrundinformationen prägten zur Unterhaltung der zahlreichen Zuschauer die Moderation.

Ein Wehmutstropfen trübte die Gesamtveranstaltung leicht. Der Service der Live-Übertragung in den Zielraum mittels Drohne konnte aufgrund eines technischen Defekts an der Übertragungsanlage zum Leidwesen der Veranstalter nicht angeboten werden.Dazu Jonas Leineweber: Es tut uns leid für die Zuschauer, aber bei Live-Events hat man keine Chance einen derartigen Defekt kurzfristig zu beheben.

 

Um 19:30 Uhr startete die Siegerehrung mit der Pokalübergabe an die Sieger-Teams. Den Sonderpreis für das kreativste Design erhielten die Altenbekener Jungschützen für ihre rasende Badewanne. Anschließend nahm DJ Andy Noffz das musikalische Steuer in die Hand und raste zur Freude des Publikums durch die Hitlisten. Bis zum frühen Morgen wurde bei Seifenkistengesprächen gefeiert.

Das Fazit der Jungschützen als Veranstalter: Es hat sich gelohnt, eine Neuauflage ist denkbar, dann auch mit funktionierender Liveübertragung. Ein Dankeschön  geht an alle Teams, die mit ihren Ideen und verschiedenen Modellen eine große Vielfalt zusammengestellt haben.

Der größte Dank gilt den Organisatoren und den ehrenamtlichen Helfern, ohne die diese Veranstaltung nicht hätte bewältigt werden können.

Fotos: Heribert Rehermann, Jürgen Geldmacher               

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