Außerordentliche Mitgliederversammlung gibt grünes Licht für energetische Sanierung
Die Schützenbruderschaft Schwaney hat bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 8. August den Weg für die umfassende Modernisierung ihrer Schützenhalle freigemacht.
Wesentlicher Tagesordnungspunkt war die „Modernisierung der Schützenhalle" - trotz Sommerpause folgten zahlreiche Mitglieder der Einladung.
Die vor 61 Jahren errichtete Halle ist bis heute der zentrale Veranstaltungs- und Begegnungsort im Dorf und wird auch von zahlreichen anderen Vereinen, Gruppen und Privatpersonen genutzt.
Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung ist nun eine grundlegende Modernisierung erforderlich, die der Vorstand gemeinsam mit den Sportschützen erarbeitet hat.
Umfangreiches Maßnahmenpaket
In der Versammlung stellten Geschäftsführer Stefan Lütkemeier und Brudermeister Hendrik Hillebrand das Gesamtkonzept, die geplanten Maßnahmen sowie die Finanzierung vor.
Im Mittelpunkt steht die energetische Sanierung von Schützenhalle und Schießanlage: Vorgesehen sind unter anderem dreifach verglaste, schallgedämmte Fenster, neue Notausgangstüren mit höherem Dämmwert, die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik, eine Modernisierung von Hausanschluss und Elektrik sowie ein digitales Energiemanagement- und Heizungssteuerungssystem. Die Sanitäranlagen der Schießanlage werden zu barrierearmen, geschlechterneutralen Toiletten umgebaut, die Photovoltaikanlage um weitere PV-Fläche sowie einen Batteriespeicher erweitert. In der im Keller gelegenen Schießsportanlage wird eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die bisherige Gasheizung ersetzen.
„Die Planungen haben bereits Mitte vergangenen Jahres begonnen. Bevor aber nicht wichtige Förderungen entschieden waren, konnten wir das Konzept nicht vorstellen. Zur letzten Generalversammlung war es daher noch zu früh", erläuterte Stefan Lütkemeier.
Ziel ist es, die Energieeffizienz und den Schallschutz zu verbessern, die Betriebskosten zu senken und die langfristige Nutzbarkeit von Halle und Schießanlage zu sichern.
Finanzierung über mehrere Säulen
Der Vorstand kalkuliert mit Gesamtkosten von ca. 280.000 Euro. Zur Finanzierung wurden bereits einige Förderungen zugesagt, so unterstützt auch die Gemeinde Altenbeken das Vorhaben mit einem vom Rat einstimmig bewilligten Zuschuss.
Der verbleibende Eigenanteil soll zu einem erheblichen Teil durch ehrenamtliche Eigenleistungen der Mitglieder erbracht werden.
Da die Förderprogramme an feste Fristen gebunden sind, konnte mit der Entscheidung nicht bis zur nächsten regulären Generalversammlung gewartet werden – daher die außerordentliche Versammlung.
Mitglieder stimmen der Planung zu
Nach detaillierter Vorstellung und reger Diskussion sprachen sich die anwesenden Mitglieder einstimmig für die Planung aus. Von der Stimmigkeit des Konzepts und dem hohen Detailgrad der Vorbereitung zeigte sich die Versammlung sichtlich beeindruckt.
Der Baubeginn für die ersten Maßnahmen ist bereits für Oktober dieses Jahres vorgesehen, die weiteren Maßnahmen werden im 1. Halbjahr 2027 umgesetzt, eng verzahnt mit den geplanten Veranstaltungen im Schützenjahr.
Zum Abschluss dankte Hendrik Hillebrand den Mitgliedern für ihr Erscheinen und ihr Vertrauen. „Eine solche Modernisierung stemmen wir nur gemeinsam. Deshalb freue ich mich schon jetzt auf viele fleißige Hände bei den Baumaßnahmen", so der Brudermeister, der um rege Beteiligung bat.
Eine Helferliste kursierte bereits in der Versammlung, zu den Terminen wird über den Schützenboten informiert.

