Verein wird für sein Engagement als „sicherer Ort für Kinder und Jugendliche" ausgezeichnet
Die St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e.V. hat in den vergangenen Monaten ein umfassendes Präventions- und Schutzkonzept erarbeitet und verabschiedet.
Ziel ist es, allen Mitgliedern – insbesondere Kindern und Jugendlichen sowie schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen – im gesamten Vereinsleben ein sicheres und respektvolles Umfeld zu bieten.
Für dieses Engagement wurde die Bruderschaft nun als „sicherer Ort für Kinder und Jugendliche" ausgezeichnet und darf dies künftig mit einer Plakette an der Schützenhalle sichtbar machen.
„Prävention bedeutet für uns, Risiken frühzeitig zu erkennen"
„Die St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e. V. steht für Gemeinschaft, Tradition, Respekt und Verantwortung.
Dabei ist uns eine gute Nachwuchsarbeit sehr wichtig, bei der der Schutz der uns anvertrauten Menschen höchste Priorität hat.", erklärt Schießmeister Leon Schönfeld, der die Erarbeitung des Schutzkonzeptes geleitet hat.
„Uns war es wichtig, das Thema von uns aus anzugehen – nicht, weil es einen konkreten Anlass gab, sondern weil wir als Verein Verantwortung übernehmen wollen.
Prävention bedeutet für uns, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen konsequent vorzubeugen."
Im Rahmen des Schutzkonzepts hat sich der Verein intensiv mit Themen wie Risikoanalyse, verpflichtenden erweiterten Führungszeugnissen für Verantwortliche in der Kinder- und Jugendarbeit, einem verbindlichen Verhaltenskodex, Fortbildungsangeboten sowie klaren Ansprechpartnern und Meldewegen auseinandergesetzt. Alle Vereinsangebote – vom Schießsport über Vereinsfeste bis hin zu Ferienfreizeiten – wurden systematisch auf mögliche Gefährdungsmomente hin überprüft, um daraus konkrete Schutzmaßnahmen abzuleiten.
Dazu zählen unter anderem:
· verbindliche Verhaltensregeln für den Umgang miteinander
· die Benennung von Vertrauenspersonen als unabhängige Ansprechpartner
· regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungsangebote für Verantwortliche und Mitglieder
· klare Melde- und Beschwerdewege bei Unsicherheiten oder Verdachtsfällen
„Ein wirksamer Schutz kann nur gelingen, wenn wir alle Verantwortung übernehmen", ergänzt Brudermeister Hendrik Hillebrand. „Deshalb laden wir alle Mitglieder dazu ein, aufmerksam zu sein, respektvoll miteinander umzugehen und bei Unsicherheiten nicht wegzusehen."
Fachliche Begleitung durch den BdSJ Diözesanverband Paderborn
Bei der Erarbeitung wurde die Bruderschaft vom BdSJ Diözesanverband Paderborn fachlich begleitet und unterstützt, der im Anschluss auch die Überprüfung der erarbeiteten Inhalte vornahm, bevor die Auszeichnung als sicherer Ort verliehen wurde.
„Die Auszeichnung ist für uns kein Schlusspunkt, sondern Ansporn", betont auch Jungschützenmeister Lucas Humpert. „Wir werden das Konzept konsequent umsetzen und spätestens nach fünf Jahren überprüfen und weiterentwickeln, damit es lebendig bleibt."

